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ASVÖ-Forderung an die Bundesregierung: PRAE erhöhen

Der Allgemeine Sportverband Österreichs (ASVÖ) fordert von der Bundesregierung eine Anhebung der seit 2009 definierten pauschalierten Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) von derzeit € 540,- monatlich auf € 720,-.

„Die Anpassung der Regelung zur pauschalierten Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) wäre ein wichtiger Schritt für die Rückkehr zur Normalität. Mit dieser Begünstigung können bis zu € 60,- pro Tag steuer- und sozialversicherungsrechtlich abgabenfrei ausbezahlt werden. Die Monatshöchstgrenze liegt derzeit bei € 540,-. Diese Regelung besteht seit 2009 und ist seither noch nie angepasst worden. Sie kommt Sportlerinnen und Sportlern, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern sowie Sportbetreuerinnen und Sportbetreuern zu Gute. Unser Vorschlag geht nun dahin, die Anzahl der Einsatztage mit dem Höchstsatz von 9 auf 12 zu erhöhen und die PRAE mit € 720,- monatlich zu begrenzen“, führt Christian Purrer, Präsident des ASVÖ, aus.

„Dies käme der Realität in vielen Sportarten auch näher, wenn man davon ausgeht, dass zwei Trainingstermine pro Woche und ein Spiel am Wochenende oft der Regelfall sind. Für viele gemeinnützige Sportvereine wird diese moderate Anhebung der PRAE mit Sicherheit dazu beitragen, dass sie in Krisenzeiten wirtschaftlich besser bestehen können. Wir brauchen viele gezielte Maßnahmen, um einen guten Neustart für den Sport zu schaffen. Die längst überfällige Erhöhung der PRAE wäre ein wichtiges Signal“, unterstreicht Purrer in Richtung der Bundesregierung.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Christoph Schasché, Präsident des ASVÖ Landesverbandes Kärnten: „Ich denke, dass aktuell der richtige Zeitpunkt ist, die derzeitigen Höchstgrenzen bei der PRAE zu evaluieren und gerade in diesen herausfordernden Zeiten anzupassen. Vor allem für den Breitensport wäre eine Anhebung der Betragsgrenzen bei der begünstigenden PRAE-Regelung eine wichtige Hilfe, denn gerade dieser hat durch die notwendigen Lockdowns, Corona-Maßnahmen und die Pandemie insgesamt stark gelitten. So vielen Branchen wird geholfen und daher sollte auch dem Sport, der so viel Positives zum Gesundheitssystem und für unsere Gesellschaft beiträgt, entgegengekommen werden.“

„Die aktuelle Krise bedeutet große Einschränkungen und Verluste für die gesamte Gesellschaft und das Sportleben in Österreich. Wir müssen alle Aktiven in den Vereinen gezielt unterstützen, damit ein erfolgreicher Sportbetrieb wieder möglich wird“, so Christian Purrer abschließend.